Schule:

1978 - 1988 Realschule

Lehrausbildung:

1988 - 1990 Ausbildung und Abschluss als Vollmatrose der Handelsflotte, Decksbetriebstechnik bei dem VEB Deutfracht Seereederei Rostock.

Ausbildung:

1990 - 1992 Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann mit IHK-Abschluß in Schwerin

Berufliche Laufbahn:

1992 - 1998 Mitarbeiter der EDV-Abteilung bei der Deutschen Telekom AG

 

Seit 1998 bei der Telekom-Tochter T-Systems tätig.


1998 an meinem Arbeitsplatz


Betreuung eines Informations-Standes im Jahre 1999

Mein Aufgabengebiet geht quer durch die EDV. Hardware- und Software-Support, Netzwerke, Serverbetreuung, Beratungen und Programmierung. Oft sind es verschiedene Projekte in denen ich tätig bin.
Auch wenn es in der letzten Zeit immer stressiger wurde, fühle ich mich bei meiner Arbeit wohl und sie macht mir Spaß.

 


1998 vom Kunden fotografiert



Ich gehe gern zur Arbeit und hoffe, daß jeder mit meiner Arbeit zufrieden ist. Manchmal ist das ein bisschen schwierig, aber ich muß immer eine optimale Lösung finden. Ab und an helfen auch die Kollegen. Denn Teamwork ist, wie überall, Voraussetzung des Erfolges und der Verbesserung.

2001 war ein sehr bewegtes Jahr. Chemnitz, Hamburg und Bonn sind Städte in denen ich mich wochenweise aufgehalten habe. Kollegen der T-Systems dieser anderen Bereiche haben Hilfe angefordert. Für das nötige Kleingeld ist man gern bereit so manches auf sich zu nehmen. Nebenbei bedeutet das meist noch eine ungeheure Menge neuer Erfahrungen. Auch die Arbeitsmethodik anderer Bereiche kennenzulernen ist in vieler Hinsicht kein Nachteil.

Die nächsten Jahre war nicht viel mit Reisen. Die Struktur unseres Unternehmens hatte sich verändert. Veränderung immer in Richtung "Global Player" und IT-Dienstleister Nr. 1. Neue Kunden sind hinzugekommen und die Aufgaben sind vielfältiger geworden. Unser normales Tagesgeschäft geht in die Richtung IT-Service für Großkunden. Einige Dinge müssen wir jetzt anderen überlassen, was mich nicht so ganz glücklich stimmt. Aber das sind Veränderungen, die ich hinnehmen muß.

Wir schreiben das Jahr 2005. Die Entwicklungen gingen weiter und so entwickelte sich dieses Jahr zum Reisejahr. Die T-Punkte im gesamten Bundesgebiet werden bzw. wurden umgebaut und ich mittendrin. Ich reise seit März so 3-4 mal pro Monat kreuz und quer durch die Republik und kümmere mich während des 2-tägigen Umbaus um die gesamte EDV in den T-Punkten. Das ist eine Tätigkeit, welche anfangs zwar streßig, aber ungeheuer interessant war. Der wichtigste Punkt war aber, daß ich vor Ort eine Aufgabe bekommen habe, welche ich von Anfang bis Ende fast allein organisieren und durchführen konnte. Natürlich helfen mir immer Kollegen, zum Beispiel beim "Schnüren" von Softwarepaketen. Auch die Projektleitung und deren Mitarbeiter, welche mir bei Fragen immer zu Seite standen, sollten hier erwähnt werden. Aber die Verantwortung behielt ich und das motiviert mich ungemein.


T-Mobile UK in Schottland 2005

Im Novemer/Dezember 2005 kam dann noch unerwartet ein kleines Bonbon. Arbeitseinsatz in Greenock bei Glasgow in Schottland. Wir hatten einen Auftrag bei T-Mobile UK, welcher mir wieder jede Menge neuer Erfahrungen brachte.

Neben der Arbeit hatten wir auch genug Gelegenheit, Land und Leute kennenzulernen. Schottland - eine Erfahrung die man gemacht haben sollte, wenn man sich für dieses Land interessiert.


Unterwegs von Greenock nach Largs





Der gleiche Auftrag führte mich dann von Februar bis März 2006 noch einmal nach Groß Britanien. Dieses Mal war das Ziel aber die Nähe von Newcastle. Selber Auftrag, selber Ablauf. Von unserer Seite her lief alles wie am Schnürchen.

Aus diesem Grund bekammen wir ein Auszeichnungswochenende in Lissabon geschenkt. Die Tage waren voll mit Programm. Essen ohne Ende, Jeepsafari und eine Besichtigung des Ocean See Life waren nur einige der Programmpunkte. Alles recht interessant. Es waren wohl über Einhundert Leute mit dieser Auszeichnung geehrt worden. Zu dieser Reise konnten wir auch unsere Partnerin mitnehmen, was ich sehr lobenswert finde. Ich denke, die Reise hat uns beiden - Michaela und mir - sehr gut gefallen.

Durch all diese Reisen konnte ich mein Englisch wieder ein bisschen auffrischen und verbessern. Man lernt ungeheuer schnell und viel. Gerade, wenn man mit verschiedenen Nationen zusammenarbeitet, wie in diesem Projekt geschehen. Diese praktische Seite des Lernens ist durch nichts zu ersetzen.

Den Rest des Jahres absolvierte ich dann wieder für die T-Punkt Vertriebsgesellschaft mit dem Bau der Präsentationssysteme der T-Home Produkte der T-Com und dem normalen Tagesgeschäft in unserem Unternehmen.

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2007. Wieder sind viele Umstrukturierungen in unserem Unternehmen notwendig geworden. Auch wir sind davon betroffen. Aufgaben werden geteilt, neue kommen hinzu und unser Einzugsbereich ist größer geworden. Mitte 2007 ist ein weltweites Projekt angelaufen, an dem ich beteiligt bin. Dieses Projekt hat mich dann im September in die USA und später in weitere Länder verschlagen.

Miami / USA

Ich muß zugeben, daß mir schon ein bisschen mulmig zu mute war, als ich erfuhr, daß ich allein fliegen sollte. Und dann auch noch über so riesige Flughäfen wie Miami und Atlanta. Man muß dabei bemerken, daß die Sicherheitsvorkehrungen auf den amerikanischen Flughäfen um ein vielfaches höher sind als in Deutschland. Auch der Check-In geht nicht so einfach wie in Deutschland. Jeder Fluggast nach Amerika wird dieses bestätigen können.
Zuerst ging es am 10.09.2007 von Hamburg nach Frankfurt/Main. Der Check-In dauerte keine 20 Minuten. In Frankfurt/Main mußte ich dann die ersten riesen Kontrollen über mich ergehen lassen. Aber auch noch nicht der Rede wert. Problematisch wurde es dann in Miami. Riesige Menschenmassen. Es hatte den Anschein, dass niemand so recht wußte wie es weiter ging. Alle liefen durcheinander. Das Gepäck war dennoch schnell gefunden. Aber wie geht es weiter? In Deutschland geht man dann einfach los und verläßt den Flughafen. Aber nicht hier. Meine Gewohnheiten konnte ich vergessen. Mit meinem Gepäck bewaffnet ging es zur Kontrolle. Oder sollte ich vielleicht Personenerfassung sagen? Er wurden die Pässe kontrolliert, zwei Fingerscanns und ein Digitalfoto gemacht. Ich habe nicht genau gezählt, aber es waren bestimmt 8 Schalter, an denen die ganzen Leute von mehreren Fliegern standen, um so erfasst zu werden. Es ging einfach nicht voran. Ich stand über eineinhalb Stunden in dieser Schlange. Aber letztendlich nahm ich auch diese Hürde.


Mein Hotel in Miami

Vom Flughafen nahm ich mir dann ein Taxi zum Hotel. Ich wurde sehr gut untergebracht. Macht einem die Hitze und die Arbeit zu schaffen, kann man sich hierher zurückziehen und wieder Kraft für den nächsten Arbeitstag tanken.
Dann folgte in der Woche die Umstellung des IT-Systems und den Samstag hatte ich in Miami für mich zur Verfügung.


Blick aus meinem Hotelfenster

Atlanta / USA

Am Sonntag, den 16.09.2007 flog ich dann weiter nach Atlanta. Auch hier waren die Sicherheitsvorkehrungen enorm. Ich hatte das Gefühl die Amerikaner haben richtig Angst. Wundern sollte ich mich eigentlich nicht. Auch die Organisation auf dem Flughafen in Miami kam mir als Deutscher ein bisschen gewöhnungsbedürftig vor. Es gibt keine Schalter. Jedenfalls sah ich keine davon. Das Flugticket bekommt man nur am Automaten. Damit konnte ich mich noch anfreunden. Es ist ja auch nicht weiter wild. Und dann? Wie werde ich jetzt mein Gepäck los? Ich fragte jemanden in Uniform, der in unregelmäßigen Zeitabständen immer irgendetwas schrieh. Wie in einer Auktion. Wurden hier die Gepäckstücke versteigert? Sicherlich nicht, aber was er schrieh, konnte ich nicht verstehen. Er sagte mir ich müsse an Schalter B gehen... Auf einmal hörte ich wie aus dem nichts vom Schalter A meinen Namen. Wie ein Irrer kämpfte ich mich durch die Menschenmenge. Leider war die Dame, die meinen Namen rief, schon am anderen Ende angelangt. Ich hatte jetzt einfach keine Lust mehr, Ihr mit meinen drei (!) Gepäckstücken durch die vielen Menschen hinterherzulaufen. Also versuchte ich der Dame mir gegenüber klar zu machen, dass ich eben gerufen wurde. Ich solle warten, zischte Sie zurück. Gut, ich wartete. 1 Minute, 2 Minuten... 5 Minuten... Nach 10 Minuten war ich endlich an der Reihe und freute mich, mein Gepäck loszuwerden. Das sich dieses als Irrtum herausstellte, zeigte sich weitere 5 Minuten später. Mir wurden nämlich an diesem Schalter nur die Banderolen für die Koffer übergeben. Ich war am Ende. Trotz der Klimaanlage auf dem Flughafen stieg die Hitze in mir auf. Nun frage ich weiter, wo ich denn nun mit diesen Koffern hinsollte. Ich hätte ja nur den Leuten folgen können, allerdings gab es mehrere lange Schlagen, die alle andere Flugziele hatten. Ich muss zur Nummer 4 gehen, gab mir der Bedienstete zu verstehen. Ich sah einfach keine Nummer 4. Allerdings deutete dieser nette Herr auf ein Ende einer Schlange, welches weit, weit von mir entfernt war. Ich hätte am liebsten alle meine Koffer weggeschmissen, und wäre ohne Koffer weitergeflogen. Letztendlich blieb mir aber nichts anderes übrig, als mich zu diesem Schlangenende zu begeben. Hier ging es wiederum nur sehr langsam vorwärts. Eine gute halbe Stunde später war ich an der Reihe. Nun konnte ich endlich meine Gepäckstücke loswerden. Ich hatte es geschafft.
Das war allerdings erneut ein Irrtum. Der ersten Schlange folgte eine weitere. Auch hier stellte ich mich brav an. Ca. alle 10 Meter stand ein Mann und kontrollierte meinen Pass und meine Bordkarte. Das ganze wiederholte sich drei mal. Am Ende dieser Schlange kam der Detector. Handys und andere Metallgegenstände aus der Tasche, Gürtel raus und alles in ein Kistchen legen. Mein Laptop auch noch aus der Tasche und dieses gehörte aber in ein extra Kistchen. Es ging noch weiter. Schuhe aus! Und auch in eine Kiste. So liefen alle Mitglieder dieser Schlange brav auf Socken die letzten 5 Meter bis zum Detector. Jeder wurde einzeln durch gewunken.
Endlich hatte ich den Detector passiert und da fragte mich ein Dame, ob sie meine Laptoptasche öffnen könne. Aber sicher doch, deute ich an. Sie warte dann auf mich, bis ich mich wieder zurechtgemacht und meine Schuhe wieder an hatte. Leider hatte ich vergessen, die Wasserflasche aus meiner Tasche zu nehmen. Die Dame nahm sie aus der Laptoptasche und zog sie ein.
Nun endlich war ich frei. Frohen Mutes konnte ich zu meinem Gate gehen. Ich war glücklicherweise fast zweieinhalb Stunden eher zum Flughafen gefahren, weil ich so etwas schon ahnte. Jetzt hatte ich noch eine knappe halbe Stunden Zeit bis zum Abflug. Dieses versüßte ich mir dann noch mit einem Kaffee.

Nach 1:55 Stunden Flugzeit bin ich in Atlanta angekommen. Hier war es etwas kühler als in Miami. Sehr angenehm. Allerdings immernoch über 30 Grad Celsius. Montag früh ging es dann wieder an die Arbeit.


Ein Fels liegt in der Landschaft herum - Blick auf die gemeißelten 3 Generäle

Hier folgte ebenfalls die Umstellung einer IT-Landschaft. Wir hatten in dieser Woche noch ein bisschen Zeit, Land und Leute kennenzulernen. Neben dem größten Ozenarium der Welt stand der Stone Mountain auf unserer Liste. Großen Dank gilt dem Kollegen aus Atlanta, der sich bereiterklärte uns diese Dinge zu zeigen.

Auch in Atlanta wurde ich im Marriot Hotel wunderbar untergebracht. Die Arbeit ging schon fast routiniert von der Hand. Auch hier hatte ich Hilfe von einigen Kollegen.


Innenraum meines Hotels

Am Samstag flog mein Kollege aus Deutschland schon nach Hause. Ich schlief erst einmal lange aus und bastelte am Nachmittag an meinen Unterlagen. Am Abend war eine kleine Party bei dem in Amerika lebenden Kollegen anberaumt. Auch einige seiner Arbeitskollegen waren anwesend. Ich konnte einige interessante Unterhaltungen führen. Alles in Allem eine gelungene Party.

Am Sonntag Mittag fuhr ich dann ebenfalls zum Flughafen und dann ging es am Spätnachmittag nach Hause. Alles klappte ohne Schwierigkeiten und zu meinem Erstaunen mit viel weniger Aufwand als in Miami.
Ich konnte während des Fluges meine Uhr schon mal 6 Stunden vorstellen. Nach 90 minütigem Aufenthalt in Frankfurt / Main ging es dann weiter nach Hamburg. Dort landete ich dann am Montag, den 24. September 2007 kurz nach zehn Uhr.

Glücklicherweise genehmigte mir mein Chef am Dienstag und Mittwoch einen freien Tag. So konnte ich den Jetlag noch ein bisschen auskurieren.

Budapest / Ungarn

Am 12.11.2007 flog ich dann nach Budapest. Gleiche Arbeit, nur an einem anderen Ort. Es gibt ier nicht viel zu berichten, da diese Reise relativ ruhig verlief. Was mich in Budapest beeindruckte waren die alten Stahlbrücken und die ebenfalls alten Gebäude. Eigentlich bin ich ein Kulturbanause, aber hier war selbst ich beeindruckt. Am 20.11.2007 landete ich dann wieder in Hamburg.

Baku / Aserbaidschan

Am 06.01.2008 brach ich zu einer Reise auf, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Reise begann auf dem Flughafen Hamburg. Um 17:30 Uhr ging mein Flieger nach Wien. Von da aus sollte es dann 20.15 Uhr weiter nach Baku gehen. Um 0:30 Uhr (Ortszeit 3:30 Uhr) sah ich aus dem Fenster des Fliegers und konnte schon die Stadt sehen. Wir brachen durch die Wolkendecke und was ich jetzt sah, das war gar nicht gut. Unterhalb der Wolken schneite es. Ich kannte diese Situation, da ich schon einmal mit dem Flieger in ein solches Wetter gekommen war. Nach 5 Runden über der Stadt bekamen wir dann die erwartete Landeerlaubnis. Das Fahrwerk war schon draußen und man konnte das Licht des Flughafens fast schon neben dem Flugzeug erblicken. Doch plötzlich startete der Flugkapitän wieder voll durch. Die Maschine hob ihre Nase wieder und es ging immer höher. Meine Vermutung wurde bestätigt, als der Kapitän sich meldete.
Die Landebahn des Flughafens, bedingt durch das schlechte Wetter, war völlig vereist. Der Pilot des Flugzeuges vor uns hatte unseren Piloten gewarnt. Nach einer Weile gab der Flugkapitän das nächste Ziel bekannt. Man hatte sich entschlossen nach Trabzon in der Türkei zu fliegen, um aufzutanken. Dort um 2:30 Uhr angekommen standen wir ca. 1 Stunde auf dem Flughafen und um 3:30 Uhr ging es dann zurück nach Wien. Um 6:30 Uhr landeten wir wieder in Wien und wir waren wieder da, wo wir am Abend vorher noch unseren Kaffee geschlürft hatten.

Aber wie jetzt nach Baku kommen? So schnell wie möglich versuchten wir wieder einen Flug nach Baku zu bekommen. Man bot uns in einer Stunde einen Flug nach Mailand an, und dann 12:50 Uhr weiter von Mailand nach Baku. Die Fluggesellschaft war Aserbaidschan Airlines (ASAL).

Um 7:30 Uhr startete dann unser Flieger in Richtung Mailand. Dort um ca. 8:30 Uhr angekommen hatten wir bis 12:50 Uhr noch jede Menge Zeit. Diese verschlugen wir uns dann mit einem Kaffee, noch einem Kaffee, einer Pizza, noch einem Kaffee usw. Glücklicherweise war ich nich allein. Mein Kollege leistete mir Gesellschaft. Mit ihm zusammen bin ich zu dieser Odyssee aufgebrochen. Dann gegen 11:00 Uhr eine schlechte Nachricht. Unser Flug wurde um 3 Stunden verschoben. Neue Abflugzeit 15:50 Uhr! So gab es noch mehr Kaffee, Pizza usw. Gegen 14:00 Uhr folgte dann die nächste Verschiebung auf 19:00 Uhr, gefolgt von einer weiteren auf 21:00 Uhr. Jetzt saßen wir schon 8,5 Stunden auf dem Flughafen herum und ich war mittlerweile 33 Stunden wach.

Einige andere Fluggäste aus unserem ersten Flug erkannten uns wieder und lotsten uns dann zu einem Schalter der ASAL. Hier gab man uns zu verstehen, daß alle Flüge nach Baku wegen der Wetterverhältnisse gestrichen worden sind. Jetzt stellten wir uns die Frage, wo ist unser Gepäck? Niemand wußte es. Die ASAL versuchte herauszufinden, wo unser Gepäck hängengeblieben ist. Aber es gab keine Antworten, nur noch mehr Fragezeichen. Da auch die anderen Fluggäste das gleiche Problem hatten, brach jetzt das absolte Chaos aus. Jeder wollte seine Fragen stellen. Die Antworten brachten noch mehr Fragen. Die Servicekräfte der Airline waren völlig überfordert. Es sah so aus, als wäre dieses Problem noch niemals vorgekommen und und auch niemals eingeplant worden wäre.

Aber eine gute Nachricht gab es dann doch noch. Die Aserbaidschan Airlines stellte und glücklicherweise ein Hotelzimmer zur Verfügung. Ich stelle mir heute noch die Frage, wo die Zimmerkapazitäten herkommen. 2 Reisebusse, vollgestopft mit Fluggästen, waren in Richtung Hotel unterwegs. Dort um ca. 18:30 Uhr angekommen erwartete uns ein sehr gutes Abendessen. Ein Lob für die ASAL.
Nach 38 Stunden Schlafentzug ging ich dann um 22:00 Uhr schlafen.

Am nächsten Tag, am 8.01.2008 trafen wir uns wie verabredet um 7:00 Uhr vor dem Hotel. Wir wurden wie alle anderen Fluggäste mit den Bussen wieder zum Flughafen gefahren. Auf den Anzeigetafeln konnten wir lesen: 9:00 Uhr Flug nach Baku. Der Check-In verlief reibungslos. Wir warteten an unserem Gate, als die Abflugzeit dann erneut um 20 min verschoben wurde. Aber es blieb bei den 20 min. Um 9:20 Uhr hob unser Flieger in Richtung Baku von Erdboden ab. Nach einer Flugzeit von 4 Stunden landeten wir 16:20 Uhr Ortszeit.

Jetzt kümmerten wir uns um unser fehlendes Gepäck. Uns erwarte schon ein Mitarbeiter der Austian Airlines, unserer ursprünglichen Airline, und nahm von allen Fluggästen deren Reisegepäck verschollen war, die Gepäcknummern auf. Mitten in der Aufnahme brach dieser dann ab, da er wohl bei dem ganzen Chaos nicht mehr durchblickte. Zusammen in Begleitung mit diesem Herrn gingen wir in das Büro der Austrian Airlines. Nach eine halbstündigen Diskussion schickte man uns schließlich zum Büro der ASAL. Dort angekommen nahm man unsere Gepäcknummern auf und sagte uns, daß wir uns am nächsten Tag ab 9:00 Uhr melden sollten. Man gab uns eine Rufnummer und eine Art Aktenzeichen.

Es war mittlerweile 18:00 Uhr geworden und jetzt traten wir auf den verschneiten und vereisten Straßen von Baku unsere Autofahrt zum Hotel an. Links und rechts an den Straßenrändern reihte sich Unfall an Unfall. Die Verkehrsteilnehmer waren sichtlich mit den Witterungsverhältnissen überfordert. Um 19:00 Uhr checkten wir dann in unser Hotel in Baku ein. Unser Trip hatte ein Ende gefunden.

Unsere Rücktour gestaltete sich ebenfalls ein wenig abenteuerlich. Da unser Rückflug am 13.01.2008 gebucht war und wir aber für unsere Arbeit die vorgegebene Zeit brauchen, wurde unser Flug auf den 16.01.2008 umgebucht. Start um 4:35 Uhr. Das hieß also um 1:00 Uhr aufstehen. Ich fühlte mich ein wenig schwach auf den Beinen, als wir unsere Heimreise antraten. Schliesslich lag eine harte Arbeitswoche hinter uns. Am Flughafen angekommen waren wir ein wenig verblüfft, da als Ziel Frankfurt / Main auf der Tafel stand. Die Flugnummern konnte ich leider nich vergleichen, da unsere Reiseunterlagen nicht mehr aktuell waren. Der Flughafen war noch nicht geöffnet, uns so warteten noch viele Passagiere an den Eingängen zu den Kontrollen. Mitten in der Schlange stehend traf uns eine Nachricht wie ein Schlag ins Gesicht. Der Flieger nach Frankfurt / Main kann nicht starten. Defekt. Es ist beim Rangieren des Airbusses ein kleiner Fehler passiert. Also hieß es warten...

Ich wollte die Zeit nutzen und fragte am Fufthansa-Schalter nach, ob wir überhaupt auf der Passagierliste auftauchten. Leider war dem nicht so. Ein Anruf bei unserem Projektmanagement bestätigte einen Fehler. Wir hatten Tickets der Austrian Airlines, welche in elektonischer Form vorlagen. Austrian Airlines flog aber heute nicht. Nicht einmal das Büro der Austrian Airlines auf dem Flughafen war geöffnet.
Durch unserer Management wurde der Flug erneut umgebucht. Dieses Mal auf den 17.01.2008. Selbe Uhrzeit. Also fuhren wir wieder zum Hotel und checkten um 4:30 Uhr wieder ein. Glücklicherweise standen unsere Zimmer noch zur Verfügung. Wir warteten in der Lobby noch bis 6:00 Uhr. Dann gab es Frühstück und um 7:00 Uhr begaben wir uns zur Nachtruhe.

Am Donnerstag, den 17.01.2008 das gleiche Spiel wie am Vortag. Um 1:00 Uhr aufstehen, 1:45 Uhr zum Flughafen und dann endlich, um 4:35 Uhr der Abflug nach Wien. Ab da ging es dann alles planmäßig. Um 9:20 Uhr setze unser Flieger in Hamburg auf der Landebahn auf.

Die Reise nach Baku war ein Erlebnis. Sie wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ich werde wohl noch oft von dieser Odyssee erzählen.

Tokio / Japan

Vom 11.02. - 20.02.2008 durfte ich dann nach Tokio. Es war bisher das am weitesten entfernte Ziel meiner Reise. Sowohl dienstlich als auch privat. In den asiatischen Raum hatte ich es bisher nur in der Seefahrt bis nach Malaysia und Vietnam gebracht. Mit Japan erreichte ich einen neuen eigenen Rekord.

Meine Vorstellungen von Japan deckten sich mit der realen Welt. Es war ein Erlebnis, diese etwas andere Kultur zu erleben. Was am meisten auffiel, war das bekannte "schlürfen" beim Essen und dem "Nasehochziehen", anstatt ein Taschentuch zu nehmen. Kollegen, welche dort wohnten erzählten mir, dass es unüblich, sogar unhöflich sei sich mit einem Taschentuch die Nase zu putzen. Oft entdeckte ich auch Japaner mit einem Mundschutz. Zum einen als Geste des Respekts und Schutz des anderer Menschen, wenn man selbst erkrankt war und zu anderen hatte man wohl auch Angst, sich selbst bei kranken Menschen anzustecken. All diese Dinge lernt man kennen und tolerieren. Schließlich ist man Gast in diesem Land und muss sich dementsprechend verhalten.

Kultur hin oder her. Aber auch einige Japaner haben neben Ihrer nach außen wirkenden Freundlichkeit eine nicht so schöne Seite.
Ich war mit einem Kollegen auf der Suche nach einer Sushi-Bar. Dieses gestaltete sich schwieriger als gedacht. Wir liefen ca. eineinhalb Stunden umher, ohne etwas zu finden. Alle möglichen Restaurants säumten die Straßen, von einer Sushi-Bar allerdings weit und breit nichts zu sehen.
Während mein Kollege in einem kleinen Laden verschwand, fragte ich einen Japaner. Dieser machte einen völlig selbstsicheren Eindruck und sagte mir, dass ich hier in dieser Gegend nichts finden werde. Sushi gibt es in dieser Ecke nicht. Ich ließ mir davon nicht den Mut nehmen und wir suchten weiter. Jetzt kam mein Kollege an die Reihe. Der erste Japaner den er fragte, schaute ihn kurz an und lief dann einfach weiter. Beim zweiten genau das gleiche Spiel. Hatten sie Angst, wir tun ihnen etwas an? Bei den Menschenmassen um uns herum? Das machte einen sehr schlechten Eindruck auf mich und prägt bis heute mein Bild des Verhaltens von Japanern gegenüber europäischen Ausländern. Aber wie das immer so ist. Es gibt überall schwarze Schafe. Vielleicht hatten wir einfach nur Pech.

Jetzt sprach ich wieder jemanden an. Dieser lief zwar nicht weiter, aber wies in eine Straße und wusste dann auch nicht weiter. Letztendlich war es ein Polizist, welcher uns zur Hilfe kam. Anfangs wollte er uns erklären, welchen Weg wir gehen sollten, entschloss sich dann aber, uns zu begleiten. So gingen wir, dem Polizisten folgend, durch enge Straßen und landeten endlich vor einer Sushi-Bar. Der Polizist verabschiedete sich und wir standen vor dem Sushi-Restaurant. Es war aber nicht wirklich eine Bar und so gingen wir weiter und fanden ein paar Häuser weiter einige richtige Sushi-Bar.


Sushi & ich


Menschen über Menschen

Als zweites muss ich de vielen Menschen hervorheben. So viele Leute, die schnellen Schrittes von einer Bahn in die nächste hetzen habe ich noch nicht gesehen. Vor den Fußgängerampeln sammelte sich keine Menschentraube, so wie man es aus anderen Städten kennt, sondern es waren einfach nur Menschen da. Vorne verschwanden Menschen am Horizont und hinten kamen immer neue nach. Links und rechts genau das Gleiche.

Es war kein Ende und kein Anfang zu sehen. Schaltete die Ampel auf grün setzte sich der ganze Tross in Bewegung. Schaltete die Ampel wieder auf Rot, stoppte das Ganze. Dieses Spiel wiederholte sich bis spät in die Nacht.

Architektonisch ist alles so, wie man es aus dem Fernsehen her kennt. Hohe Bauten und nachts bunte Leuchtreklame überall. In der Stadt ist es auch abends noch fast taghell. In anderen Stadtteilen aber auch die typische asiatische Bauweise.

Der Heimflug von Tokio nach Frankfurt / Main war mit 11:25 Stunden mein bisher längster Nonstop-Flug. Die acht Stunden Zeitdifferenz zwischen Deutschland und Japan merkt man auf dem Rückflug nicht so sehr. Probleme hat man meist immer nur, wenn man Richtung Osten fliegt.
Innerhalb von fast elfeinhalb Stunden konnte ich aber folgendes Szenario beobachten: Mittags Sonnenschein und gegen 17:00 Uhr setzte die Dämmerung ein. Allerdings flogen wir nicht lange in der Dunkelheit. Nach ca. zwei bis drei Stunden begann die Sonne wieder aufzugehen. Die gefühlte Vormittagssonne hielt sich am längsten. Am Nachmittag Ortszeit landete ich schließlich wieder in Hamburg.

Tel Aviv / Israel

Dieses mal führte mich die Arbeit in ein mir weitgehend unbekanntes Land. Israel kennt man zum größten Teil nur aus den Nachrichten in Fernsehen.

Meine Reise startete am 11. Mai 2008. Es hatte dort schon 4 Wochen nicht mehr geregnet. Noch sah man etwas Grün in der Landschaft. Erste Anzeichen der Vertrocknung ließen sich aber nicht verstecken. Tel Aviv ist schon sehr westlich angehaucht. Mein Job führte mich allerdings nach Ramallah, im palästinensischem Gebiet.

Nach Überquerung der Grenze erreichten wir Ramallah. Die Fahrt war kürzer als vermutet. Auf der Landkarte sieht alles viel größer aus. Spätestens hier konnte man merken, dass es sich hier um eine völlig andere Kultur handelt. In der Stadt selbst wurde viel gebaut. Allerdings liegt überall sehr viel Bauschutt und Sperrmüll herum, so dass man meinen könnte, morgen sei Abholtermin und die Leute hätten es extra herausgestellt. Es schien auch niemanden zu interessieren. Dennoch sind die Leute, welche ich kennengelernt habe, sehr gastfreundlich. Ich hatte zu keiner Zeit irgendwelche Probleme. Allerdings manchmal ein ungutes Gefühl. Das resultierte daraus, dass die Menschen einen sehr genau beobachten. Überall konnte man merken, dass man beobachtet wird.

Am 17. Mai 2008 ging es dann wieder nach Hause. Um 2:30 Uhr Ortszeit ging es los. Nach der Sicherheitsüberprüfung, welche mich an die Vereinigten Staaten erinnerte, erreichte ich endlich mein Gate. Mittags landete ich dann wieder wohlbehalten in Hamburg.

Ouagadougou / Burkina Faso

Am 8. Juni 2008 wurde mir ein Traum erfüllt. Ich war durch meine Seefahrerei schon in den 90er Jahren in Afrika gewesen und war seit dieser Zeit von keinem anderen Kontinent so begeistert gewesen. Nun endlich, kehrte ich nach 18 Jahren dorthin zurück.


Anflug auf Ouagadougou

Bereits beim Anflug kann man die typisch rötliche Farbe der Erde erkennen. In Ouaga, wie die Einwohner ihre Stadt auch nennen, gibt es sicher auch etwas größere und modernere Häuser. Aber die kleinen Häuschen und Hütten dominieren hier. Auf dem Bild kann man es recht deutlich erkennen.
Zu diesem Zeitpunkt hat Ouagadougou ca. 1,3 Millionen Einwohner.

Ich war aufgeregt, weil ich nicht wirklich wusste, was mich erwartete. Von Burkina Faso hatte ich noch nicht viel gehört. Und der Name Ouagadougou war mir bis dahin auch noch nicht bekannt gewesen.

Wir hatten am ersten Tag 37 °C. Es war verdammt warm. Ich fühlte mich wie ein, der tropischen Sonne ausgesetzter, Schneemann. Glücklicherweise waren die Räume, in denen wir arbeiteten klimatisiert. Aber auch hier war es für deutsche Verhältnisse immernoch sehr warm.
Am zweiten Tag war es sogar noch wärmer. 40-42 °C im Schatten. In der Sonne kaum auszuhalten.


Zimmertemperatur: 31,5 °C

Allerdings hatte ich mich nach 2-3 Tagen aklimatisiert. Mir war immer noch sehr warm, aber ich schwitzte nicht mehr so sehr wie am Anfang. Mein Körper hatte sich an dieses Klima gewöhnt.


Unsere Hotelanlage

Unsere Arbeit ging gut von der Hand. Wir hatten demzufolge auch ein bisschen Freizeit, um Land und Leute kennenzulernen. Glücklicherweise stand uns hier ein Kollege zur Seite, der französisch sprach. Dieses Land war früher einmal französische Kolonie. Die englische Sprache ist hier fast völlig unbekannt. Selbst im Hotel gab es nur eine Mitarbeiterin, die ein wenig Englisch sprach.

Zwei mal wurden wir von den Kollegen nach Hause eingeladen. Das erste Mal war eine etwas längere Mittagspause geplant, in der wir den Pool der Kollegin ausgiebig genossen. Bei diesen Temperaturen eine echte Wohltat. Es fühlte sich ganz und gar nicht nach nach einem Arbeitseinsatz an. Das zweite Mal stand Abendessen bei einem anderen Kollegen auf dem Plan. Auf einem typisch afrikanisch eingerichteten Grundstück wurde das Fleisch auf einem kleinen Schwenkgrill zubereitet. Es war einer der besten Steaks, die ich je gegessen hatte. Stunden später war auch dieser Abend zuende.

Folgende Bilder zeigen Echsen und Geckos, wie sie überall anzutreffen sind. Sogar in den Häusern selbst. Sie werden auch nicht verjagt, da sie die Insektenvernichtung innerhalb des Hauses übernehmen. In Afrika sehr angenehm.

Mücken sind in Afrika sehr weit verbreitet. Zum Schutz vor Krankheiten hatte ich sämtliche benötigte Impfungen bekommen. 1 Tag vor der Reise begann ich mit der Malaria-Prophylaxe Malarone. Burkina Faso ist Malaria-Hochburg. Abends übernahm Authan den Mückenschutz. In diesem Gebiet war dieses Mittel sogar noch wirkungsvoll. So konnte ich glücklicherweise auf langärmlige Klamotten verzichten.

Leider war der Weg in das nächste Wild-Reservat zu weit. So war ein Ausflug zu einem etwas dichtergelegenen See mit vielen Krokodilen geplant. Wir fuhren vielleicht eine knappe Stunde, um den See zu erreichen.


ganz schön wendig...

Als wenn es nicht schon ein Erlebnis ist, die Tiere aus geringer Nähe zu betrachten, gingen wir sogar auf Tuchfühlung. Ich setzte mich auf eines dieser Tiere. Ein bisschen mulmig war mir schon zu mute, aber ich vertraute den Einheimischen. "Es sind heilige Tiere - und die beissen nicht." so ein Einheimischer. Ganz glauben konnte ich dieses nicht, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und ich konnte gewinnen - dieses Erlebniss.

Am 14.06.2008 um 22:40 Uhr ging es dann wieder Richtung Heimat. Zum ersten Mal verspürte ich ein bisschen Wehmut, jetzt schon wieder nach Hause zu fliegen. Die Leute waren nirgends auf der Welt so nett wie hier. Die gottgegebende Gelassheit, mit der die Leute hier den Alltag beschreiten ist schon bewundernswert. Aber alles Gute hat auch mal ein Ende und so landete ich pünktlich um 9:00 Uhr wieder in Hamburg. Das stressige Deutschland hatte mich wieder.

Temeswar / Rumänien

Wir schreiben den 1. September 2008. Ich hatte es wieder einmal geschafft, mich an meinem Geburtstag zu verdrücken. Denn an diesem Tage trat ich eine Reise nach Rumänien an.

Wie schon einige Male zuvor hatte ich mir ein Bild des bereisten Landes in meinem Kopf zurechtgelegt. Es war wieder einmal an der Zeit, dieses Bild ein bisschen zurechtzurücken. Ich hatte eine Gegend vermutet, in der die Armut regiert, eine Standt, der man ansah, dass an allen Ecken das Geld fehlte.

Aber zu dem, was ich mir im Kopf vorstellte, war es ein sehr großer Unterschied. Die Fußgängerzone der Stadt war belebt und mit Restaurants und Biergärten bestückt. Die Leute waren gekleidet wie alle in der westlichen Welt. Die Bauten in der Stadt waren alt und einige Fassaden hätten schon mal neuen Putz oder Farbe vertragen können. Aber alles in allem machte die Stadt einen durchschnittlichen Eindruck auf mich. Sicherlich spielte das Wetter auch eine sehr große Rolle.
Wie es im Landesinneren aussieht kann ich allerdings nicht beschreiben. Es mag sein, dass dort die Zeit stehengeblieben ist, aber auch hier kann man sich irren. Ich war leider nicht in der Lage, dieses persönlich herauszufinden.

Wir hatten hier jeden Tag den schönsten Sonnenschein. Temperaturen zwischen 35 und 39 Grad Celsius waren an der Tagesordnung. Allerdings ging es dann am Abend auch schon mal auf 21 Grad Celsius runter. Für die Einheimischen schon recht frisch, für uns optimal, um den Tag draußen ausklingen zu lassen.

Ich hatte auf jeder meiner Reisen etliche Fotos geschossen. Einfach um eine Erinnerung an das zu haben, was ich hier erlebte. Hier war alles anders. Am ersten Tag schleppte ich noch meinen Fotoapparat mit mir herum. Aber ich ich fand nichts, was in meinen Augen ein Foto wert war. So verging die Zeit und am letzten Tag hatte ich immer noch kein einziges Foto geschossen. Alles ähnelte den Städten in Deutschland. Ich lief in meiner Heimatstadt auch nicht immer mit einer Digicam umher und knipste alles, was sich mir in den Weg stellte.


Mein Hotel

Aber ganz ohne Bild wollte ich auch nicht nach Hause fahren. So fotografierte ich am letzten Tag noch den Hoteleingang, unseren superlangsamen Fahrstuhl und während der Fahrt zum Airport noch mal ein paar Straßenzüge. Das sollten dann meine einzigen Aufnahmen von Temeswar gewesen sein.

Zum Fahrstuhl muss ich sagen, dass dieser nicht über Stahlseile gezogen, sondern hydraulisch betrieben wurde. Er bewegte sich sehr gemächlich auf und ab. War er dann mal am gewünschten Stockwerk angekommen, dauerte es eine ganze Weile, bevor sich die Tür endlich öffnete. Für uns hektische Deutschen der echte Wahnsinn!

Es ist ein eigenartiges Gefühl. Dieses Reise war irgendwie anders gewesen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie etwas besonderes war, aber auch nicht, dass ich sagen musste: "Nie wieder Rumänien." Es war, als hätte ich bei uns zu Hause meine Arbeit verrichtet.

Am 06.09.2008 ging es dann wieder zurück nach Deutschland. Ich hatte mich gerade wieder an die Temperaturen gewöhnt.
In München angekommen hatte sich der blaue Himmel zwar gehalten, die Temperaturen waren allerdings auf 26 Grad Celsuis gesunken. Eineinhalb Stunden später ging es dann weiter nach Hamburg.
Und hier war, fast wie immer, Weltuntergang. Dicke, dunkle, schwarze Wolken hingen am Himmel. Der Flug wurde ein wenig holprig. Auf der Taxifahrt vom Flughafen fing es auch noch an zu regnen. Jetzt wusste ich: Ich bin wieder in Deutschland.

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